NSU-Prozess: Ein ziemlich vergesslicher Zeuge

23. November 2013 11:01

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NSU-Prozess: Ein ziemlich vergesslicher Zeuge

Späte Nachwendezeit. Eine „Jugendclique“ in Jena, wie André Kapke aussagt im Münchener NSU-Prozess. Kapke ist eine bös schillernde Figur in der rechtsradikalen Szene in Ostdeutschland gewesen. Er ist jetzt 38 Jahre alt, beleibt mit Bart, trägt einen Pullunder überm Hemd und hat ein wenig Resthaar quer über den Kopf gezogen. Ein selbstständiger Mann, „im Bau“. Man „hängt so rum, zeltet, fährt an den See, grillt“, damals, sagt er: Ralf Wohlleben, Beate Zschäpe, Holger Gerlach, allesamt angeklagt hier. Auch Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, beide sind tot. Und André Kapke, Mitbegründer der „Kameradschaft Jena“ und des „Thüringer Heimatschutzes“, aber das seien „alles nur Namen“, sagt Kapke.

Von linken Autonomen und von der Polizei, die ihm, ohne Anlass, beispielsweise bei einer Jenaer Spontandemonstration „eine Packung“ verabreicht habe. Er redet sehr schnell und sagt gerne „salopp gesagt“. Salopp gesagt war die „Kameradschaft Jena“ meistens „freizeitmäßig unterwegs“.

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