von Richard Strauss in München: Ein Märchen – oder mehr? - Bühne und Konzert Nachrichten - NZZ.ch

23. November 2013 05:00

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von Richard Strauss in München: Ein Märchen – oder mehr? - Bühne und Konzert Nachrichten - NZZ.ch

Ein Bahnhof sondergleichen, frenetischer Beifall schon nach den Pausen, am Schluss war er ganz klar der Superstar: Kirill Petrenko, der neue Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper, hat die Herzen des Münchner Opernpublikums im Sturm erobert. Das Bayerische Staatsorchester, ja das Haus scheint wie verwandelt – vielleicht war der wunderbare, aber stets etwas distanziert wirkende Kent Nagano, der die letzten Jahre musikalisch das Sagen hatte und jetzt nach Hamburg weiterwandert, doch nicht der Richtige für das barock ausladende München. Dabei hat der Abend mit der «Frau ohne Schatten» von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal doch deutlich hören lassen, dass der Unterschied zwischen den beiden Dirigenten weniger künstlerischer als vielmehr atmosphärischer Art ist.

In herbem Ton hebt das Stück, mit dem vor genau fünfzig Jahren, am 21. November 1963, das wiederhergestellte Münchner Nationaltheater eröffnet worden ist, bei Kirill Petrenko an. Trocken klingt das Orchester, mit wenig Pedal; scharf sind die Farben voneinander getrennt, jede Linie ist zu hören: Ganz...

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